Unsere Casa in den Marken

Wie wir zu Olivenöl & Co. gekommen sind

2008 suchten wir zusammen mit einer befreundeten Familie ein Feriendomizil im Süden. Wir fanden ein verfallenes Bauernhaus in den südlichen Marken. Vor dem Haus Zitronen- und Orangenbäume, dahinter Feigenbäume, oben drüber ein kleiner Olivenhain. Mit einem deutschen Bauleiter, der mit einer Italienerin verheiratet ist, restaurierten wir das Haus: Der Stall unten wurde zur Wohnung der Familie mit zwei kleinen Töchtern, die Wohnung darüber ist – mit anderer Raumaufteilung als früher – nun unsere. Die alte Zisterne wurde später zum Pool umfunktioniert, ein hoher Heuschober ist heute Carport und Holzlager, ein Kaninchenstall dient als Geräteschuppen, davor entstand eine Außenküche mit Terrasse.

 Erste Olivenernte noch ohne Haus

Noch bevor die Arbeiten am Haus überhaupt begannen, ließ ich von Spezialist Nico die Olivenbäume schneiden. Denn die Vision unseres eigenen Olivenöls hatte sich wie von selbst ergeben. Im Herbst 2008 veranstalteten wir tatsächlich unsere erste, schweißtreibende Olivenernte und waren stolz wie Oskar auf unser erstes, eigenhändig geerntetes Olivenöl. Die begeisterten Reaktionen zu Hause ließen nicht auf sich warten.

Im Laufe der Jahre lernten wir dazu: Mein Italienisch wurde besser, wir ließen uns den Olivenbaumschnitt fachmännisch erklären, besuchten Verkostungen, Vorträge, hörten den Olivenbauern gut zu. Zu Hause konsultierten wir das Olivenöl Panel und mussten enttäuscht erfahren, dass wir fehlerhaftes Olivenöl hatten. Sukzessive verbesserten wir die Qualität: Wir wechselten in eine professionelle, supersaubere Ölmühle und trommelten mehr Freunde zusammen, so dass wir schneller ernten konnten.

Seit 2013 verkaufen wir unser Olivenöl und das unserer Nachbarbauern unter dem Namen "Olio Piceno“. Denn das „Piceno“ ist unsere Provinz mit der wunderschönen Hauptstadt Ascoli Piceno.

 Seit 2018 lassen wir professionell in der Ölmühle Agostini in Petritoli unsere Flaschen mit dem neuen, fälschungssicheren Verschluss abfüllen, etikettieren und per Spedition nach Bayern bringen.

Alles wird verarbeitet

Ja, und unsere Cedro-Zitronen werden zu Limoncello oder Zitronenmarmelade verarbeitet, die Orangen zu Orangemarmelade, die Feigen werden ebenfalls zu Marmelade. Leider ist der beste Feigenbaum inzwischen einer Krankheit zum Opfer gefallen. Auch unsere wunderschöne Phönix-Palme vor dem Haus ist abgestorben aufgrund des Befalls durch den roten Rüsselkäfer punteruolo rosso.

Unsere Olivenblätter haben wir lange zu Olivenblätter-Tee verarbeitet. Seit meine liebe Mama Ursula Rauch am 1. August 2017 im Alter von 89 Jahren kurz nach einem Italien-Aufenthalt bei uns verstorben ist, haben wir diese mühsame Arbeit aufgegeben. Aber inzwischen stellt Michael unseren Olivello daraus her – Olivenblätter-Likör nach dem selben Verfahren wie unser Limoncello.

Wir freuen uns, dass wir von unserem direkten Nachbarn, Bio-Olivenbauer Toni Germani, nicht nur sein Olivenöl, sondern auch die tollen schwarzen Kichererbsen bekommen. Und so „organisch“ haben sich die anderen KoRa-Produkte ergeben: Wir lernen über Empfehlungen Menschen kennen, denen ihr Land und das, was man hier erzeugen kann, am Herzen liegt. „Getestet“ haben wir diese ehrlichen Produkte wie etwa die Maccheroncini di Campofilone von Enzo Rossi, die Olive Ascolane in salamoia von Livia Foglini oder den Vino Cotto von Sergio Catalini bei unseren Olivenölschul-Abenden, die wir seit 2016 veranstalten.

 Der Erfolg unserer Olivenöl-Erntedankfeste, die wir seit 2013 auf Schloss Aufhausen veranstalten, hat uns zusätzlich ermuntert, mehr als nur Olivenöl zu verkaufen. Und das tun wir nun hier bei „KoRa Italien“ seit April 2019. Termin 2019: Sonntag, 10. November, 12-17 Uhr 7. Olivenöl-Erntedankfest, Eintritt 5 Euro für alle Verkostungen.

PS: Wir vermieten unsere Casa an Freunde und Bekannte – entweder nur das EG oder nur das OG oder beides gemeinsam für eine Großfamilie.

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